Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist die Osteoporose eine der zehn häufigsten Krankheiten weltweit. In Deutschland leiden ca. sechs Millionen Menschen an dieser Stoffwechselerkrankung der Knochen. Die Osteoporose wird unter anderem auch als „leise Epidemie des 21. Jahrhunderts“ beschrieben. Leise wird sie deshalb genannt, weil brüchiger werdende Knochen anfänglich für lange Jahre nicht schmerzen und es keine Frühwarnsysteme gibt. Über kurz oder lang führt der Knochenschwund aber bei den betroffenen Patienten zu Knochenbrüchen, zu Schmerzen, und damit zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität.

Die International Osteoporosis Foundation stellte fest, dass allerdings nur weniger als ein Viertel aller Osteoporose-Fälle frühzeitig genug diagnostiziert und dann auch ausreichend behandelt werden. Osteoporose betrifft überwiegend ältere Menschen, vor allem Frauen. Aber auch Männer sind vom Knochenschwund betroffen, aber verhältnismäßig insgesamt weniger.

Bei der Osteoporose herrscht ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Ab- und Aufbau des Knochengewebes vor. Typischerweise sind folgende Knochenbrüche durch Osteoporose bedingt am Häufigsten: Wirbelkörper, Oberschenkelhalsknochen, Unterarmknochen nahe des Handgelenks, Oberarmkopf und auch das Becken. Vor allem Brüche des Oberschenkelhalses sind im höheren Alter wegen der daraus folgenden Immobilität der Patienten mit einer deutlich erhöhten Sterblichkeit verbunden.

Die beste Vorbeugung sind laut Experten auch im Alter gut trainierte Muskeln und ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Mischkost Ernährung. Und falls eine unentdeckte Osteoporose oder eine Vorstufe zur Osteoporose, die Osteopenie, besteht, kann man eine Messung der Knochendichte mit DXA machen, die Stoffwechselwerte im Blut bestimmen und individuell gezielt mit Medikamenten, als Grundlage gelten ausreichend Calcium und Vitamin D, die Knochendichte wieder verbessern.

WJS

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