Ungefähr ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland nimmt Nahrungsergänzungsmittel zu sich, ohne dass es eine Unterversorgung mit diesen Nährstoffen bekannt wäre. Dasselbe ist in ganz Mitteleuropa und auch in Österreich anzunehmen. Nahrungsergänzungsmittel sind in Drogerie- und Supermärkten für teures Geld zu kaufen. Sie beinhalten Magnesium, Eisen, Vitamine, Zink, Selen und vieles andere mehr. Ihr Nutzen und mögliche Risiken durch unbekannte Nebenwirkungen stehen seit langer Zeit in der Kritik. Bei Nahrungsergänzungsmitteln gibt leine keine europäischen Regelungen. Überdosierungen können ein Problem sein und Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe sind bisher keine festgelegt. Bei Vitamin D (sollte nur bei Osteoporose in Kombination mit Calcium eingenommen werden) können Überdosierungen zu Muskelschwäche, Müdigkeit und Herzrhythmusstörungen, bis zu vereinzelten Todesfällen führen. Bei Vitamin A können zum Beispiel zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder Sehstörungen auftreten. Bei Einnahme von Vitaminen kann es überhaupt generell zur Verkürzung der Lebenszeit kommen.

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel die der Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten dienen. Nahrungsergänzungsmittel gelten als Lebensmittel und nicht als Medikamente! Während Arzneimittel eine Zulassung mit sehr aufwendigen Untersuchungen für die Wirksamkeit und alle Nebeneffekte benötigten, gibt es diese Untersuchungen bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht. Daher fordern jetzt Verbraucherschützer zu Recht auch strenge Regeln für Nahrungsergänzungsmittel. Diese helfen lediglich zum Erhalt des Wohlbefindens. Nachdem schulmedizinisch kein ausreichender Nachweis der Wirksamkeit und keine Notwendigkeit besteht Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, rate ich grundsätzlich davon ab.

WJS

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