Fettleibigkeit und Diabetes mellitus Typ 2 (DM Typ 2) stehen direkt miteinander in Verbindung und das Übergewicht wird auch als Ursache des DM Typ 2 gesehen. In zwei jetzt veröffentlichten Studien in der Zeitschrift Cell Reports berichten die Forscher der University of Arizona, USA, mit Dr. B. Renquist, gemeinsam mit mehreren anderen Universitäten, eventuell ein neues Ziel für die Behandlung von DM Typ 2 gefunden zu haben. In den vergangenen Jahren haben sich diese Forscher auf die Wechselwirkung zwischen Fettleibigkeit, Fettlebererkrankungen und DM Typ 2 konzentriert.

Es ist allgemein bekannt, dass Fettleibigkeit eine Ursache von DM Typ 2 sein kann. Klar ist weiters, dass das Fett in der Leber mit der Fettleibigkeit und dem Übergewicht zunimmt. Wie das Fett in der Leber den gesamten Körper beeinflusst und gegen Insulin eine Resistenz aufbaut, oder die Bauchspeicheldrüse dazu bringt viel Insulin auszuschütten, ist bis jetzt unklar. Die Forscher haben Neurotransmitter gemessen, die im Tiermodell mit und bei Fettleibigkeit freigesetzt werden. Damit versuchen sie heraus zu finden, wie die Leber mit dem Gehirn kommuniziert, und den Zucker Stoffwechsel beeinflusst so wie es bei Fettleibigkeit und DM Typ 2 beobachtet werden kann.

Das vermehrte Fett in der Leber erhöht die Freisetzung des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Dann identifizierten die Forscher den Signalweg, durch den die GABA-Erzeugung stattfindet. Das Enzym GABA-Transaminase ist für die GABA-Produktion in der Leber verantwortlich. Mit viel GABA, verringert sich die Aktivität der Nerven, die von der Leber ins Gehirn verlaufen. Diese Abnahme wird vom Gehirn wahrgenommen, das dann die ausgehenden Signale verändert, und den Zucker Stoffwechsel beeinflusst. Um festzustellen, ob die erhöhte GABA-Produktion in der Leber zu einer Insulinresistenz führt wurde die Unterdrückung der überschüssigen GABA-Produktion vorgenommen. Das hat die Insulin Empfindlichkeit im Tierversuch innerhalb von Tagen wiederhergestellt. Jetzt Forscher wollen sicher gehen, dass diese Ergebnisse auch auf den Menschen anwendbar sind. Sie suchen und fanden bereits in Gentests unterschiedliche Variationen beim Menschen nahe der GABA-Transminase, die mit DM Typ 2 in Zusammenhang stehen.

WJS

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