Es klingt wie die Handlung eines Science Fiction Films: normalerweise hilfreiche Bakterien im Darm beginnen ihren Wirt von innen aufzuessen, wenn sie nicht bekommen, was sie ben√∂tigen. Aber das ist genau das, was passiert, wenn Bakterien im Inneren des Verdauungssystems nicht gen√ľgend nat√ľrliche Ballaststoffe durch die gegessenen Lebensmittel bekommen. Beinahe verhungert beginnen sie dann die nat√ľrliche Schicht der Schleimhaut, die den Darm auskleidet, anzugreifen bis zu dem Punkt, an dem auch gef√§hrliche Bakterien eindringen und die Dickdarmwand infizieren k√∂nnen.

Das sind Ergebnisse, die nun in der wissenschaftlichen Zeitschrift Cell, veröffentlicht wurden und die Auswirkungen der Ballaststoffe in einer normalen Ernährung, sondern auch das Potenzial der Verwendung von Ballaststoffen gegen die Auswirkungen von Verdauungsstörungen untersuchten. Die Forscher verwendeten ein keimfreies Maus Modell und fortgeschrittene Gentechnik, um zu bestimmen, welche Bakterien vorhanden waren und unter welchen Bedingungen diese aktiv wurden.

Herbst 2014So wurden die Auswirkungen von Di√§ten mit unterschiedlichem Ballaststoffgehalt – und solche ohne Ballaststoffe untersucht. Sie infizierten auch einige der M√§use mit einem Bakterienstamm, der den M√§usen normalerweise hilft, so wie es bestimmte St√§mme von Escherichia coli f√ľr den Menschen auch tun ‚Äď oder als Ursache f√ľr Darminfektionen, Entz√ľndungen, und Durchfall gelten. Als Ergebnis wird berichtet, dass die Schleimhaut im Darm normal blieb, und keine Infektion bei den M√§usen war, die eine Di√§t mit etwa 15 Prozent Ballaststoffen aus gering verarbeiteten Getreide und Pflanzen bekamen. Aber sobald die Forscher begannen eine Di√§t ohne Ballaststoffe zu f√ľttern, begannen einige der Bakterien bereits nach wenigen Tagen die Darm Schleimhaut zu sch√§digen. Sie versuchten auch eine Di√§t, die reich an l√∂slichen Ballaststoffen √§hnlich wie industriell verarbeitete Lebensmittel sind, aber auch diese Di√§t f√ľhrte zu einer √§hnlichen Ver√§nderungen der Schleimhaut, wie bei ballaststoffarmer Ern√§hrung beobachtet wurde. Die Forscher sahen auch, dass die sich t√§glich die Zusammensetzung der Bakterien ver√§ndert, je nachdem, was den M√§usen gef√ľttert wurde. Einige Arten von Bakterien wurden h√§ufiger, d.h. sie hatten sich mehr reproduziert in balaststoffarmen Bedingungen, andere in balaststoffreichen Bedingungen. Und die vier Bakterienst√§mme, die am besten in balaststoffarmen Bedingungen gedeihen, waren die einzigen, die Enzyme bilden, die in der Lage sind die langen Molek√ľle (Glykoproteine) die die Darmschleimhaut bilden, abzubauen.

Genau wie die Zusammensetzung der Bakterien √§nderte sich auch die Mischung der Enzyme, abh√§ngig davon, was den M√§usen gef√ľttert wurde. Auch bei nur gelegentlicher balaststoffarmer F√ľtterung waren die einzigen Bakterien gewachsen, die Enzyme bilden, um die langen Molek√ľle (Glykoproteine) die die Darmschleimhaut bilden, abzubauen.

Diese Arbeit bei M√§usen verst√§rkt die Botschaft f√ľr den Menschen und unterst√ľtzt alles was √Ąrzte und Ern√§hrungswissenschaftler seit Jahrzehnten erz√§hlt haben: Essen Sie viel ballaststoffreiches Essen aus m√∂glichst vielen verschiedenen nat√ľrlichen Quellen, betont auch Univ. Prof. Dr. EC Martens der University of Michigan Medical School, Ann Arbor, USA. Die Ern√§hrung beeinflusst direkt die Darmbakterien, und dann kann sie die Schleimhaut des Darms und Tendenz zur Krankheit beeinflussen.

WJS

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