Auf dem Kongress der American Heart Association (AHA) in Chicago wurden die Ergebnisse der VITAL-Studie vorgestellt und zeitgleich in zwei Veröffentlichungen in der wissenschaftlich renommierten Zeitschrift New England Journal of Medicine publiziert. Die Wirkungen von Vitamin D wurden in den vergangenen Jahren sicherlich sehr überschätzt so wie jetzt die Ergebnisse der VITAL- Studie in den USA zeigen (es wird auch die australische D-Health-Study, die aber noch bis Mitte des nächsten Jahrzehnts läuft vermutlich ähnliche Ergebnisse zeigen). Dabei wurde in der VITAL Studie gezeigt, dass mit Vitamin D oder Omega 3 Fettsäuren verglichen mit vollkommen wirkungslosen Tabletten (Plazebo) ebenso kein Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen oder Krebserkrankungen erreicht werden kann.
In den USA wurden für diese VITAL Studie die Daten von etwa 400.000 Personen verglichen. Etwa 25.000 Männer ab dem 50. und Frauen ab dem 55. Lebensjahr wurden zwischen den Jahren 2013 und 2014 eingeschlossen und für durchschnittlich 5.3 Jahre kontrolliert. Die Teilnehmer hatten bei Studienbeginn keine Herzkreislauferkrankungen (kardiovaskuläre Erkrankung) oder Krebserkrankung. Sie erhielten Vitamin D3 (2000 IE/Tag Cholecalciferol) und Kapseln mit Omega 3 Fettsäuren (Omacor, 1 g/Tag) und/oder Plazebo. Die primären Endpunkte waren ernste Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) sowie Auftreten von Krebserkrankungen. Sekundäre Endpunkte für die Berechnungen bestanden aus einer Erweiterung um koronare Revaskularisation (mit Herzkatheter) und individuelle Komponenten bei Krebs, Tod durch Krebs oder Herzkreislauferkrankungen.

Wie in allen in diesen Publikationen und auf dem AHA-Kongress (American Heart Association) gezeigt werden konnte, bestätigte sich nun noch einmal die Annahme:
Insgesamt ist mit Nahrungsergänzung durch Vitamin D und Omega 3 Fettsäuren kein Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen (Herzinfarkt, Schlaganfall) oder Krebserkrankungen zu erreichen.
WJS

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